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Wasserumlauf in Eckrohrkessel (Teil 2)

   
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Bei der Wasserumlaufberechnung des Eckrohrkessels wird so vorgegangen, dass die dynamischen Druckverlust-Charakteristika der einzelnen Elemente für verschiedene Wassermengen ermittelt werden. Die einzelnen Wassermengen sind addierbar, wodurch sich eine Gesamtcharakteristik ergibt.

Aus dem Schnittpunkt dieser Charakteristik mit der der Fallrohre ergibt sich der Betriebszustand des gesamten und, da die Druckdifferenzen gleich sind, die der Einzelsysteme. So kann festgestellt werden, wie groß die Wassermengen und damit Umlaufzahlen sowie die Wassergeschwindigkeiten in den Einzelsystemen (Heizflächen) sind.

 

Dieses einfache Beispiel zeigt klar, daß in einem Eckrohrkessel ein eindeutiger Wasserumlauf vorhanden ist. Für die Grenzwerte der Heizflächenbelastung, des Massenflusses und der Wassereintrittsgeschwindigkeit werden Angaben der aktuellsten Fachliteratur zugrunde gelegt und mit eigenen praktischen Erfahrungen in Beziehung gesetzt.


Abb. 18: Fahnenheizfläche

 

Der Eckrohrkessel hat einige besondere Konstruktionsmerkmale, von denen hier nur als Beispiel die von einem Mitarbeiter aus der Eckrohrgruppe erfundene Fahnenheizfläche vorgestellt werden soll.

Normalerweise sind für Rohre in Berührungsheizflächen Verteiler und Sammler separat erforderlich. Beim Eckrohrkessel ist es möglich, Seitenwandrohre, die sowieso vorhanden sind, als Verteiler bzw. Sammler für eine Berührungsheizfläche einzusetzen. Als Beispiel gilt hier die Fahnenheizfläche.

In Abb. 18 ist solch eine Fahnenheizfläche dargestellt. Das im Seitenwandrohr a erzeugte Dampf-Wasser-Gemisch wird auf die Rohre b1, b2, b3 verteilt und tritt in den oberen Teil des Seitenwandrohres wieder ein. Auch bei dieser Heizfläche werden zur Bestimmung des erforderlichen Wasserumlaufs die Widerstände der Rohre b1, b2, b3 den Gesamt-Widerständen und den statischen Drücken gegenübergestellt. Mit geeigneten Computer-Programmen werden auch diese Berechnungen durchgeführt.

Um sicher zu sein, dass die Berechnungen mit der Wirklichkeit übereinstimmen, wurden an einigen Eckrohrkesseln Wasserumlaufmessungen durchgeführt.

Lastschwankungen in kürzester Zeit sind möglich, ohne dass der Dampfdruck sich wesentlich verändert, wie in Abb. 20 zu erkennen ist.

Abb. 20: Druckschwankungen bei Laständerung
 

 

   

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