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Wasserumlauf in Eckrohrkessel (Teil 1)

   
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Der Wasserumlauf in Eckrohrkesseln weist einige Besonderheiten auf. Die beiden folgenden Bilder zeigen, wie der Wasserumlauf in einem Nicht-Eckrohr-Naturumlaufkessel und in einem Eckrohrkessel funktioniert.

 

   

Abb. 15: Nicht-Eckrohrkessel

Abb. 16: Eckrohrkessel

S = beheizte Steigrohre
Q = Beheizung
F = Fallrohr
V = Verteiler
U = Überströmrohr
G = Gemischrohr
R = unbeheiztes Rücklaufrohr
Z = Sammler
  • Die Steigrohre S werden beheizt.
  • Durch den Unterschied der spezifischen Gewichte in dem Fallrohr F und dem Steigrohr S (Gemischdichte aus Wasser und Dampf) steigt das Dampf-Wasser-Gemisch nach oben und wird in der Trommel gesammelt.
  • Hier trennt sich der Dampf vom Wasser, und das Wasser strömt über die Fallrohre F aus der Trommel wieder zu den einzelnen Steigrohren.
  • Auch beim Eckrohrkessel werden die Steigrohre S beheizt.
  • Das Dampf-Wasser-Gemisch steigt in den Steigrohren nach oben.
  • Im Sammler Z wird schon Dampf vom Wasser abgeschieden, und ein Teil des Wassers läuft durch die unbeheizten Rücklaufrohre R dem Verteiler V zu.
  • Der abgeschiedene Dampf wird über das Überströmrohr U dem Dampfraum der Trommel zugeführt und das restliche Wasser über das Gemischrohr G in die Trommel geleitet.
  • Hier findet eine letztliche Trennung von Dampf und Wasser statt, und das Wasser stömt durch die Fallrohre F den Verteilern zu.
  • Durch das Rücklaufrohr R wird der Wasserweg erheblich verkürzt und der Wasserumlauf verbessert.
  • Die Heizflächen können in einem relativ großen Abstand a von der Trommel angeordnet werden.

 

   
Abb. 17 zeigt, dass ein Eckrohrkessel, bedingt durch die separaten Fallrohre, einige sogenannte Knotenpunkte K hat, in denen sich das Wasser verteilen, bzw. in denen sich das Dampf-Wasser-Gemisch trennen muß. Für das ganze Rohrsystem gilt, dass die in den unbeheizten Fallrohren stehenden Wassersäulen das Dampf-Wasser-Gemisch aus den beheizten Rohren herausdrücken, so dass ein Umlauf stattfindet. Es ist


Abb. 17: Knotenpunkte
   
also ein Umlauf vorhanden, wenn die Differenz der statischen Drücke aus Fallrohren und Steigrohren von Null verschieden ist, wobei diese Differenz gleich der Summe aller dynamischen Druckverluste ist.  
 

 

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